Mittwoch, 3. April 2013

Wo ist denn nur....?

...fraupabst geblieben?

Rechtstkräftig verurteilt wegen Blogschlamperei melde ich mich reumütig auf dieser Plattform zurück. Der Grund für mein Stillschweigen ist, dass wir uns in den vergangenen Wochen mit dem - teils erfreulichen und auch rationalen, teils als hirnrissig und nervenzerfetzend empfundenen - Projekt befasst haben, Hausbesitzer zu werden.

Nachdem wir nun zwölf geschlagenen Jahre in unserem Zwergenhäuschen verbracht haben, ist der Sohni mittlerweile quasi aus seinem Zimmer, das er auch noch mit dem Familienkleiderschrank teilen muss, herausgewachsen - zumindest kamen aus dieser Ecke deutlich vernehmbare Unmutsbekundungen.

So ein bisschen haben wir immer nach etwas Eigenem gespäht, aber wir wollten unbedingt in der Altstadt bleiben, und da ist der Markt nun mal begrenzt. Viele Immobilien werden in der Nachbarschaft weitergereicht, das meiste grasen die kreisenden Immobiliengeier ab, die seit der Verkündigung des Umbaus des Unteren Schlosses in einen Universitätscampus Dollarzeichen in den Augen haben.
Wenn man am wenigsten damit rechnet, passierts ja dann meist, und so erfuhren wir per Zufall, dass eine Bekannte zwei Straßen höher von ihrem Häuschen in eine Wohnung umziehen will und zu diesem Zwecke selbiges zu veräußern gedenkt - Auftritt Familie Pabst!

Mit ein paar Sympathiepunkten Vorsprung bekamen wir den Zuschlag und seitdem schwirren hier nur noch exorbitante Summen und Baustaub durch die Luft, und ich habe eines bislang gelernt: ein Zahnarztbesuch ist einer Hausfinanzierung durchaus vorzuziehen, treffender ist noch der Vergleich mit dem Gynäkologen, da muss man sich auch nackig machen... bäh! Mein Sohn bekommt von mir jedenfalls eher das O.k., einen Schmugglerring zu leiten, als eine Banklehre zu machen. Sorry Banker, dass habt ihr euren Kollegen zu verdanken.

Wenn ein Typ, der halb so alt und halb so groß ist wie mein Mann den Versuch macht, trotzdem von oben herab mit uns zu sprechen und dann noch der Ansicht ist, man habe dankbar zu sein, sein kaum konkurrenzfähiges, zähneknirschend erstelltes Angebot anzunehmen, dann möchte ich persönlich ihm einfach gerne etwas mitgeben, über das er auf dem Weg ins Krankenhaus nachdenken kann. Merke: Niedrigzinsphasen senken des Kassenangestellten Arbeitsmoral!

Aber es geht auch anders, und gefühlte 100.000 Unterschriften später sieht es nun so aus, dass Ende des Monats Ende mit der Schlossergasse ist.

So kam das alles, und ich werde in der kommenden Zeit ein wenig von unseren Hausverschönerungsversuchen berichten und euch die hoffentlich gelungen Ergebnisse präsentieren. Mangels überquellenden Reichtums sind für´s Erste sicher ein paar Kompromisse zu machen, aber es gibt ja hier einen nicht ganz kleinen Fundus von zeitgenössischen Wohnaccessoires, die einem Häuslein von 1959 sicher gut zu Gesicht stehen!

aller Anfang ist das Ende der Täfelung!!!

Kommentare:

  1. oh wie aufregend! viel spaß und gaaanz viele nerven! falls du meine antwort noch nicht gelesen hast, bei vergilbtem plastik gibt es eigtl kein heilmittel, dass ist eine chemische reaktion des plastiks mit der uv-strahlung. meine sonoclock sieht auch so aus!

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  2. Das habe ich mich auch schon gefragt meine Liebe...wo ist denn die Frau Pabst? Okeeeee...deine Ausrede lass ich mal gelten...YEAH! Herzlichen glückwunsch zum Eigenheim! Ich hab mich schlapp gelacht über deinen Post, so witzig geschrieben...und leider so wahr...sind die schlimm die Bankschnösel...grusel! Liebe Grüße, bin gespannt auf das was kommt!

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  3. Meine Liebe, das Desaster mit den Bankfuzzis kann ich bestens nachvollziehen. Darum habe ich mir dann unter anderem eine neue Bank gesucht. Wir hatten dieses ganze Drama im letzten Jahr, als es um die Hausüberschreibung und Anschlussfinanzierung ging. Es ist eine Neverending-Story. Und was Ihr gerade mitmacht ... jaaaa, kenne ich. Halte durch, gönn´ Dir viele Kaffeemomente und dokumentiere die Fortschritte. Manchmal hilft´s :-). Solltet Ihr auch das Bad sanieren wollen, kann ich gerade mit ganz frischen Tipps aushelfen.
    Ich freue mich sehr auf weitere Fotos Eures neuen Hauses ... über jeden kleinen Fortschritt!

    Ganz viele "haltet durch"-Parolen von mir, mit Herz,
    Steph

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