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Donnerstag, 18. Juli 2013

Einerseits - andererseits


Es hat ja alles im Leben seine zwei Seiten, und die Wochen auf der Baustelle haben mich gelehrt, dass es, gerade wenn alles chaotisch scheint, einfach eine Frage der Perspektive ist, von der aus man die Dinge betrachtet, und schon macht es wieder Spaß.



 .... einerseits haben wir mit der Renovierung des Treppenhauses nicht einmal begonnen - andererseits habe ich die Zeit gehabt, die perfekte Deckenleuchte zu finden, eine ladenneue AKA aus der gewesenen DDR, außen Kupfer, innen Emaille, hier schonmal zur Probe hingehängt.



 .... einerseits ist das Bad immer noch nicht ganz fertig - andererseits kam im Schlepptau des Fliesenhelds ein Verputzer mit etwas Zeit, der sich mal eben noch des Wohnzimmers annahm und aus der Rallyestrecke einen Boden machte und dem Wohnzimmer ebenmäßige Decken und Wände verpasste, sodass wir, sobald die Dusche läuft, den Holzboden legen können.


.... einerseits ist natürlich dieses Jahr reisefrei - andererseits steht und liegt das Freibadequipment bei diesem Superwetter stets griffbereit und wer braucht Reisestress, wenn er den puren Sommer vor der Haustür findet?



.... einerseits lacht uns in der Küche immer noch Eiche brutal entgegen - andererseits bekommt man mit etwas Glück solche Herzensstücke wie diese Kobenstyle Kanne geschenkt, die das Auge gnädig von dem gestalterischen Desaster an den Wänden ablenkt (außerdem ist Omas Siematic 2000 schon am Start und wartet nur noch auf ihren großen Auftritt).

Ihr seht, wir üben uns in Geduld und arbeiten uns in kleinen Schritten voran. Ich wünsche euch wundervolle Sommertage voller Entspannung und Freude - beides zu finden, wenn man die Dinge von der anderen Seite betrachtet.








Sonntag, 30. Dezember 2012

geänderte Ansichten / bleeding yellow and blue

Ich habe mich ja gelegentlich etwas despektierlich über das beliebte schwedische Möbelhaus geäußert, aber mein im letzten Post erwähntes Designhandbuch hat mich da auf eine Fährte geschickt, an der ich jetzt klebe wie ein Jagdteckel.

In meinem Elternhaus war Ikea nicht existent, die noble Nachbarschaft frönte denn auch eher Gustavsberg und Meissen als Almhult, und mein erster Besuch in Godorf diente dem Erwerb eines scheußlichen schwarzen Kleiderschrankes für und in Begleitung meines Mannes (aber das kam dann viiiel später).

Später ärgerte mich dann vor allem die Kopierwut, mit der man bei Ikea auf klassische skandinavische Entwürfe losging, und es nahte der Tag, an dem ein unschuldsvoll geäußertes: "ach du hast auch die Riffelgläser von Ikea" dazu hätte führen können, dass ich mit meinen Aino Wassergläsern von Iittala geworfen hätte.

Die Konsequenz war, den eigenen Haushalt Richtung 100% ikeafrei zu stylen, was aber faktisch nicht durchführbar ist, es schleicht sich nämlich immer etwas ein.

Und nun das: Bent Boysen, Karin Mobring und Bengt Ruda haben mein Herz gestohlen, "damals war alles besser" gilt in diesem Fall wieder.

Flink wie ein Reh bin ich los und habe mir mein erstes Vintage Ikea Schätzchen gesichert

https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjK2RGHFpFQZ4zXbHYL038vZoi7PpOk6Dl7PB-8ACgQvKP8HG0gmgf9ff4sbs1wwGigO-rWDg-PkkcckA5Vnf4mEhYk7MRKMSM02-mu7TujkXZ3Bf00eHHsqpELSWHba0fOdLcYN0SenHnX/s1600/DSC00033.JPG
Bent Boysen "Duett" 1972 - Kreisch!

Dienstag, 17. Januar 2012

Ein Platz an der Sonne

Ja doch, sie ist noch da und heute scheint sie, und ich möchte eigentlich nicht raus, sondern  hier sitzen und wie das Äffchen links an der Lampe einfach abhängen:



Das Kissen ist übrigens aus einem alten Tea Towel gemacht (splendid, isn´t it?) und ich find´s schööön!

Montag, 9. Januar 2012

heute gefunden

Fundstück des heutigen Tages Nr. 1: die rote ganz rechts, passt sie nicht super?

und die Nr. 2: seltsames gelbes Lampen-Dingsda aus den 70ern!

Heute Nachmittag habe ich im Second-Hand-Laden bei Muttern um die Ecke gestöbert und siehe da: irgendwas geht immer. Sonnengelb und Feuerrot für einen nieseligen Tag und ein Holzschwert für Carl (nicht im Bild).